Sprechzeiten
Prof. Dr. Franziska Lang
nach Vereinbarung; Terminanfrage per e-Mail
Dr. Natalia Toma
nach Vereinbarung; Terminanfrage per e-Mail
Dr. Anna-Lena Krüger
nach Vereinbarung; Terminanfrage per e-Mail
Informationen zur Wissenschaftlichen Hausarbeit
An dieser Stelle finden Sie Informationen zu formellen Angelegenheiten rund um die Wissenschaftliche Hausarbeit als Seminarleistung in der Fachgruppe A.
Infos zur Wahl der Epochen-Seminare der FG A
Sie können die Seminare zu den drei Epochen in beliebiger Reihenfolge und auch unabhängig davon wählen, ob Sie die Vorlesung des Faches im selben Semester besuchen oder nicht.
Bitte achten Sie aber bei der Wahl selbst darauf, dass sie bei jedem Fachgebiet (KlArch, AUK, ATW) im Rahmen Ihres Bachelors nur EIN Seminar abschließen. Ein zweites Seminar desselben Fachs kann nicht regulär verbucht werden.
Sie können Erst-, Zweit- und Drittwahl auch aus dem Angebot unterschiedlicher Fachgebiete wählen, vorausgesetzt, Sie haben diese Epoche noch nicht absolviert.
Antiker Steinbau. Bautechniken und Materialien in Milet der Kaiserzeit
Lehrende: Dr. Natalia Toma
Ort und Zeitmontags 15–16.30 Uhr (April & Mai) und am Freitag den 29. Mai – ganztägig
Einführungsveranstaltung: Montag, den 20. April / 15:30–17:00 Uhr
Montag, den 27. April 15.00–16.30 Uhr
Montag, den 4. Mai 15.00–16.30 Uhr
Montag, den 11. Mai 15.00–16.30 Uhr
Montag, den 18. Mai 15.00–16.30 Uhr
Freitag, den 29. Mai 9.30 – 17.30 ganztägiger Workshop
Abgabe via Moodle 12. Juli
Beschreibung
Der Steinbau ist ein traditionelles Handwerk, das bereits in der Antike zur Perfektion entwickelt wurde und in der europäischen Architektur bis in die Moderne prägend geblieben ist. Viele Bearbeitungsschritte – von der Herstellung eines Werksteins bis zur Profilierung einzelner Bauteile – sowie der Nutzung von Werkzeugen sind über Jahrhunderte hinweg nahezu unverändert geblieben. Daher lassen sich in der Antike etablierten Techniken auch an Bauwerken der Moderne weiterhin erkennen. Dieses Kontinuitätsprinzip verleiht ihnen besondere Relevanz für heutige Maßnahmen im Bauen im Bestand, insbesondere im Bereich der Instandsetzung und Restaurierung.
Am Beispiel der Stadt Milet, eines der historisch, archäologisch und baugeschichtlich am besten dokumentierten Zentren des antiken Kleinasiens, werden in diesem Seminar Steinbautechniken sowie die kontextbezogene Anwendung von Baumaterialien untersucht. Anhand zeichnerischer und fotografischer Dokumentationen ausgewählter milesischer Bauwerke werden unter anderem technische Details (z. B. horizontale und vertikale Verbindungselemente wie Metallklammern und Dübel), Reparaturtechniken (z. B. Flicken), Formen der Oberflächenbehandlung (z. B. Bosse, Anathyrose) sowie die Auswahl der Baumaterialien (Marmor und dekorative Buntgesteine) diskutiert.
Ziel des Seminars ist es, anhand antiker Beispiele ein Grundverständnis für den traditionellen Steinbau sowie für die Steinbearbeitungsprozesse und steinernen Materialies zu vermitteln als auch die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens zu vertiefen.
Einzelleistung (Schwerpunkt wissenschaftliches Arbeiten) und Gruppenarbeit mit wissenschaftlicher und gestalterischer Komponente. Kenntnisse von Grafikprogrammen (AutoCAD, Illustrator o.ä.) sind von Vorteil.
Die materielle Kultur akarnanischer Heiligtümer: Workshop zu archäologischen Forschungspraktiken
Modul 15-01-0432-se
CP 3
Lehrende: Dr. Anna-Lena Krüger
Ort und Zeit:
- Kick-off: 17.04.26, online 10–14 Uhr
- Blockseminar: 18.08 – 19.08.26 JGU Mainz, Philosophicum, 2. Stock, P210, 9–17 Uhr
Aus archäologischer Perspektive gehört das antike Westgriechenland zu den zu den spannendsten und zugleich am wenigsten erforschten Regionen Griechenlands. Dies gilt auch für die Heiligtümer und Kultplätze dieser Region, die im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen werden. Die Heiligtümer und Kultplätze Akarnaniens weisen eine große Vielfalt auf, die von kleinen Kultstätten bis hin zu großen Heiligtumskomplexen mit überregionaler Bedeutung reicht. Das Seminar beschäftigt sich mit der (Sakral-)Landschaft, die Rahmen und Setting bilden, der gebauten Umwelt und den verschiedenen Objekten (z.B. Keramik, Münzen, Inschriften, Terrakotten), die in diesen Heiligtümern genutzt und später gefunden wurden.
In der archäologisch-historischen Forschung werden antike Heiligtümer nicht nur als Orte der Götterverehrung, sondern auch als soziale, wirtschaftliche und kulturelle Hubs verstanden. Kult, Religion und Ritual bilden auf unterschiedlichen Ebenen einen wichtigen Bestandteil des antiken Alltags, strukturieren aber auch Momente des Besonderen. In der jüngeren Vergangenheit ist die materielle Kultur griechischer Heiligtümer wieder verstärkt in den Fokus der altertumswissenschaftlichen Forschung gerückt. Das gilt vor allem für Fragestellungen, die die griechische Religion betreffen (material turn/ post-material turn) und diese als „material phenomenon“ begreifen und „belief as a practice founded in the material world“ verstehen (Haysom u. a. 2024, 7). Neben religiösen Praktiken werden in der Veranstaltung aber auch soziale Strukturen und ökonomische Aspekte beleuchtet.
Um sich der materiellen Kultur akarnanischer Heiligtümer zu nähern und verschiedene archäologische Forschungspraktiken kennenzulernen, setzen sich die Studierenden in unterschiedlichen Lernformaten mit ausgewählten Heiligtümern, Kultstätten und Kultlandschaften in Akarnanien auseinander. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Fund- und Votivmaterial. Darüber hinaus vermittelt das Seminar grundlegende Fertigkeiten des archäologischen Arbeitens und führt in zentrale Quellengattungen der Klassischen Archäologie ein. Der Workshop ist eine RMU-Kooperation und wird gemeinsam mit Dr. Anne Sieverling (IAW/ Klassische Archäologie, JGU Mainz) durchgeführt.