Intro_Projekte_Digitalitaet

Digitale Projekte

Der digitale Wandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Dies betrifft nicht nur gesellschaftliche Fragen, sondern insbesondere auch wissenschaftliche Problemstellungen und den kritischen Umgang altertumswissenschaftlicher Methoden. Am Fachgebiet Klassische Archäologie der TU Darmstadt führen wir daher Projekte durch, die durch ihre genuin digitale Herangehensweise eben diese beiden Felder beleuchtet.

Augmented Reality als Rekonstruktionswerkzeug der Bauforschung

Interdisziplinäre Methodenentwicklung in den Mixed Realities am Beispiel der römischen Weltkulturerbestätten Triers

Dr.-Ing. Clemens Brünenberg

Architektur ist dreidimensional. Dementsprechend werden dreidimensionale Bestands- und Rekonstruktionsmodelle verlorener Gebäudezustände in der historischen Bauforschung als heuristisches Werkzeug begriffen. Sie sind nicht nur Vermittler bestimmter visueller Vorstellungen, sondern tragen entscheidend dazu bei, unser Verständnis zu Bauabläufen, Bauphasen, Raumgestaltung oder konstruktiven Zusammenhängen bis hin zu Detaillösungen zu klären. Die inhaltliche Bedeutung und Aussagekraft dieser Modelle steht in enger Beziehung mit dem realen Objekt, ihr Entstehungsprozess ist in aller Regel jedoch von diesem losgelöst. Mithilfe der technischen Möglichkeiten der Augmented Reality (AR) wird in diesem Projekt genau dieser Entstehungsprozess dieser Rekonstruktionsmodelle erstmals direkt mit dem Untersuchungsobjekt verbunden und damit die Rekonstruktionsmethodik neu definiert.

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Architektonische Untersuchungen der Nekropole von Frangonissi (Griechenland)

Gefördert von der Regula Pestalozzi Stiftung

Dr.-Ing. Clemens Brünenberg und Prof. Dr. phil. Franziska Lang

Der Friedhof von Frangonissi liegt östlich von Olympia. Im Rahmen von Notgrabungen durch den griechischen Antikendienst wurde ein mehrphasiger Friedhof mit über 20 Gräbern freigelegt, die zwischen dem 3. Jh. v. Chr. und dem 3. Jh. n. Chr. datieren. Bislang fehlt allerdings eine systematische und detaillierte Dokumentation und Untersuchung der Gräberarchitektur…

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Analyse und Darstellung von Entwurfs-, Bau- und Verformungsprozessen der Sergios- und Bakchoskirche in Istanbul anhand digitaler 3D-Modelle

Gefördert von der Gerda-Henkel-Stiftung

PD Dr.-Ing. Helge Svenshon

Die ehemalige Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos in Istanbul gilt als der früheste Bau des oströmischen Kaisers Justinian (527-568 n. Chr.) Doch im Gegensatz zu seiner architektur- und konstruktionsgeschichtlichen Bedeutung als erster Kuppelbau Kaiser Justinians steht seine bisherige Erforschung. In dem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt werden anhand wissenschaftlicher Messdaten (Laserscan/Photogrammetrie) und digitaler 3D-Modelle die Interdependenzen von Grundrisskonzept, tektonischem Aufbau, Kuppelgeometrie sowie das konstruktive Gesamtsystem dieses außergewöhnlichen Baus untersucht.

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Pompejanum 3D

Pomp_OG_Netz

Dr.-Ing. Clemens Brünenberg und Prof. Dr. phil. Franziska Lang

Erstellung eines 3D-Modells mittels structure from motion auf Grundlage verschiedener fotografischer Aufnahmetechniken

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MVE-based photogrammetric reconstructions of archeological specimen

(CEDIFOR – Centrum für digitale Forschung in den Geistes-, Sozial- und Bildungswissenschaften)

Prof. Dr. phil. Franziska Lang gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Goesele (Graphics, Capture and Massively Parallel Computing, TU Darmstadt)

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Messung und Simulation der Streuung von Tageslicht an römischen Fenstergläsern

Gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung

Prof. Dr. phil. Franziska Lang und Dipl.-Ing. Andreas Noback

In dieser interdisziplinären Pilotstudie wird erstmals die Streuung von Licht an römischen Fenstergläsern untersucht und für die Tageslichtsimulation eines Innenraumes modelliert. Es werden die Zusammenhänge zwischen der Herstellung römischer Fenstergläser, ihren optischen Eigenschaften und den architektonischen Praktiken der Beleuchtung römischer Innenräume untersucht…

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Ein neues Medium für die Ausstellungsarchitektur – Verfahren zur Darstellung hochkontrastierender digitaler Bilder in Exponaten

Gefördert von der Darmstädter Stiftung für Technologietransfer

Dipl.-Ing. Andreas Noback, Dipl.-Ing. Oliver Hauck und Prof. Dr. phil. Franziska Lang

Die Wahrnehmung von Innenräumen wird oft durch den hohen Kontrast zwischen dem durch die Fenster einfallenden Licht des Außenraumes und den im Schatten liegenden Bereichen geprägt. Dieser hohe Kontrastumfang wird mit den gängigen fotografischen Verfahren nur unzureichend erfasst und führt zu einer weitgehend unrealistischen Wiedergabe der tatsächlichen Lichtverhältnisse…

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