WiSe_16-17

Wintersemester 2016/17

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Bachelor

Basiskurs: Grundlagen und Methoden der Architekturgeschichte

Modul 312
CP: 5

Lehrende: Prof. Dr. Franziska Lang, Dipl.-Ing. Clemens Brünenberg, Gabriel Dette MA, Dr. Meinrad von Engelberg, Dipl.-Ing. Udo Gleim, Stefanie Müller MSc
Ort und Zeit: Dienstags, 08:00-10:00 Uhr, bzw. 10:00-12:00 Uhr
1. Treffen: Dienstag, 17.10.2017, Ort und Zeit sind gruppenabhängig

Inhalt:

Das einsemestrige Modul zur Einführung in die Architekturgeschichte gibt einen kurzen Überblick über die Stil- und Epochengeschichte sowie unterschiedliche Bautypen und Bauaufgaben von der Antike bis in die Gegenwart anhand ausgewählter Beispielbauten. Im Zentrum steht die eigenständige Erarbeitung eines Referats, in dem das vorgestellte Bauwerk beschrieben und mithilfe von Vergleichs- bauten in den Kontext der europäischen Architektur- geschichte eingeordnet wird. Neben einem Grundwortschatz architekturhistorischer Termini sowie dessen korrekter Anwendung werden dabei die Recherche von themenspezifischer Literatur und der korrekte Umgang mit Informationen eingeübt. In einer Klausur am Semesterende werden die in den Referaten vermittelten Kenntnisse überprüft.

Vorlesung: Architektur und Städtebau der Antike

Modul B07a / 332
CP: 2

Lehrende: Prof. Dr. Franziska Lang, PD Dr.-Ing. Helge Svenshon
Ort und Zeit: L301/93, montags 9:50-11:30 Uhr
1. Treffen: Montag, 17.10.2016


Die Architektur der Antike hat ihre Strahlkraft nie verloren. Selbst heute zeigen viele moderne Bauten, dass der/die Architekt_in auf antike Vorbilder zurückgriff, sich von ihnen inspirieren ließ. Wie aber nun sehen die Originale aus? Welche Entwicklung lässt sich nachzeichnen? Welche Erfindungen gab es?

Diese und viele weitere Aspekte der antiken Architektur- und Stadtbaugeschichte werden in der Vorlesung behandelt. Dabei wird ein systematischer Überblick über die Entwicklung der Architektur- und Siedlungsgeschichte der griechisch-römischen Antike (ca. 1000 v. bis 500 n. Chr.) gegeben.

Antike Kolonisation

Modul B07b / 332
CP: 2+1

Lehrende: Dr. Marion Bolder-Boos
Zeit und Ort: Blockseminar am 2., 9. und 10. Dezember 2016 im Seminarraum Klassische Archäologie
1. Treffen: Montag, 24.10.2016, 14:00-15:30 Uhr im Seminarraum Kunstgeschichte

Inhalt: Mit dem Begriff der antiken Kolonisation werden Siedlungsbewegungen im Mittelmeerraum in der Zeit vom 11. Jh. v. Chr. bis in die römische Kaiserzeit zusammengefasst, die das siedlungsgeographische Bild der Mittelmeerwelt erheblich verändern und den Verlauf der antiken Geschichte entscheidend und dauerhaft bestimmen. Im Seminar sollen anhand einiger ausgewählter Fallbeispiele Abläufe und Mechanismen der phönizischen, griechischen, etruskischen und römischen Kolonisation untersucht werden. Dabei werden nicht nur Architektur und Stadtbild einzelner Kolonien analysiert, sondern auch religiöse, politische, militärische und soziale Aspekte untersucht, die zu veränderten Formen des Zusammenlebens in den kolonisierten Gebieten geführt haben. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich antike Kolonisationsphänomene vom Kolonialismus der Neuzeit unterscheiden.

Die Levante von der Eisenzeit bis in die Spätantike

Modul B07b / 332
CP: 2+1

Lehrende: Dr. Marion Bolder-Boos
Zeit und Ort: Montags, 14:00-15:30 Uhr, Seminarraum Klassische Archäologie
1. Treffen: Montag, 17.10.2016

Inhalt: Die Levante beschreibt eine Region im östlichen Mittelmeerraum ungefähr auf dem Gebiet Syriens, Libanons, Israel, Palästinas und Jordaniens. Dieses Gebiet war schon früh ein Zentrum städtischer Kultur. Schon in der Bronzezeit lassen sich hier zahlreiche Städte fassen. In der Eisenzeit entwickelten sich hier Stadtkönigtümer, die weitreichende Verbindungen in den gesamten Mittelmeerraum und darüber hinaus besaßen. Nach der Eroberung durch Alexander den Großen im 4. Jh. v. Chr. wurde die Region in die hellenistischen Königreiche eingegliedert. Im 1. Jh. vor unserer Zeit kam das Gebiet schließlich unter römische Herrschaft, die die Geschicke dieser Region bis in die Spätantike bestimmte. Im Seminar wird die wechselhafte Geschichte der Levante am Beispiel einzelner Städte und ihrer Ausgestaltung nachgezeichnet.

Typologie als Methode

Modul B07b / 332
CP: 2+1

Lehrende: Prof. Dr. Franziska Lang
Zeit und Ort: Blockseminar am 10. und 11. Dezember 2016, 10.00-19:00 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte
1. Treffen: Montag, 17.10.2016, 14:00 bis 15:30 Uhr, Seminarraum Kunstgeschichte

Inhalt: In der Architektur hat die Typologie nahezu „religiösen“ Charakter. Fast jeder Entwurf orientiert sich an Bautypen oder hat zum Ziel einen neuen Typus zu entwickeln. Um einen Typus erfolgreich zu erarbeiten, sind Kenntnisse über die typologischen Prinzipien unabdingbar.Das Seminar wird in die Methode der Typologie einführen, um die Studierenden in die Lage zu versetzen, die Prinzipien der Typenbildung nachvollziehen zu können, Grundideen von Typen zu erkennen und Kriterien zu erarbeiten, mit denen sich neue Typen bilden lassen.

Master

Gab es das Phänomen der Gentrifizierung in Pompeji?

Modul: M421 / M02
CP: 3

Lehrende: Prof. Dr. Franziska Lang
Zeit und Ort: Blockseminar, 16. und 17. Dezember 2016, Seminarraum Klassische Archäologie
1. Treffen: 18.10.2016, Ort und genaue Zeit werden noch bekannt gegeben

Inhalt: Im modernen Wohnungsbau großer Städte trifft man auf das Phänomen der Gentrifizierung. Das bedeutet, dass teilweise vernachlässigte Viertel überwiegend mit einer Bevölkerung niedriger Einkommen in gehobene und luxuriöse Wohnquartiere transformiert werden. Diese Maßnahmen führen zu einer grundlegenden Umstrukturierung dieser Viertel und zum Austausch der sozialen Klassen. Das Seminar geht der Frage nach, inwiefern sich derartige Prozesse auch im antiken Pompeji nachweisen lassen.

(Re)Konstruktion von Geschichte. Authentizität vs. Plausibilität

Modul: M421 / M02
CP: 3

Lehrende: Dipl.-Ing. Clemens Brünenberg
1. Treffen: Donnerstag, 20.10.2016, 16:00 Uhr, Raum R110 (Seminarraum Kunstgeschichte)
Zeit und Ort: Blockseminar am Freitag, 02.12. und Freitag, 16.12.2016, ab 10.00 Uhr. Verpflichtende vorbereitende Sitzungen am Donnerstag, 03.11. und Donnerstag, 10.11.2016, jeweils 16:00-17:00 Uhr, Raum R110 (Seminarraum Kunstgeschichte)

Inhalt: Zu allen Zeiten wurden Bauten zerstört – sei es durch kriegerische Handlungen, politische Entscheidungen oder natürliche Prozesse. Die Gründe und Formen des Wiederaufbaus sind dabei sehr verschieden; die Bandbreite reicht von wissenschaftlichen Herangehensweisen bis zu brisanten, politisch motivierten Rekonstruktionen. Ausgehend von der Betrachtung zentraler Begrifflichkeiten werden die verschiedenen Positionen der gegenwärtigen Rekonstruktionsdebatte anhand ausgewählter Beispiele von der Antike bis in die Moderne betrachtet. Ziel des Seminars ist es, im Rahmen eines Planspiels die Akteure, die hinter den Positionen stehen, zu begreifen und deren Handlungsweisen in gemeinsamer Diskussion verständlich werden zu lassen. So soll ein eigenes Verständnis und Gefühl für den sensiblen Themenkomplex der Rekonstruktion verlorener Bauten erworben werden.