News_Klassische Archäologie

VARM Projektwoche Wintersemester 2017/18

Keramik als kulturelles Erbe
Theorie und Praxis

Wann? 22./23. & 26.-28.02.2018

Wo? Darmstadt, Frankfurt, Mainz

Was? Vom Rohstoff zum Gebrauchsgegenstand | Einführung in die archäologische Gattung Keramik und ihre vielfältigen Potentiale

Wer? Bachelorstudierende ab dem ersten Semester

Programmübersicht

Nachruf auf Heiner Knell (†)

Heiner Knell (1937-2017)
Heiner Knell (1937-2017)

Das Fachgebiet trauert um seinen ehemaligen Leiter Prof. Dr. Heiner Knell

Heiner Knell wurde am 9. Oktober 1937 in Darmstadt geboren. Nach dem Abitur studierte er Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte, gleichzeitig war er ein passionierter Musiker. 1964 wurde er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit einer Arbeit über Die Darstellung der Götterversammlung in der attischen Kunst des VI. und V. Jahrhunderts v. Chr. promoviert. 1971 wurde er an die Technische Universität (damals noch Technische Hochschule) Darmstadt berufen und lehrte bis zu seiner Emeritierung 2004 Klassische Archäologie. Neben Studien zu antiker Plastik und Götterikonographie beschäftigte er sich intensiv mit antiker griechischer und römischer Architektur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Perikleische Baukunst (Darmstadt 1979), Grundzüge der griechischen Architektur (Darmstadt 1980), Vitruvs Architekturtheorie (Darmstadt 1985), Mythos und Polis (Darmstadt 1990), Die Nike von Samothrake (Darmstadt 1995), Bauprogramme römischer Kaiser (Mainz 2004) und Kaiser Trajan als Bauherr (Darmstadt 2010).

Am 4. November ist Heiner Knell im Alter von 80 Jahren verstorben. Die Archäologie hat in ihm nicht nur einen hervorragenden Wissenschaftler, sondern auch einen engagierten und geistreichen Kollegen verloren.

Antike Welten im Wintersemester 2017/18

Dr. Christoph Rummel (FU Berlin)

Alte Ideen zu einer Neuen Frage – Überlegungen zu Sinn und Zweck von (römischen) Grenzen

Römische Grenzen werden oft als militärisch definierte und streng bewachte Demarkationslinien gesehen, durch die das friedliche Territorium des römischen Reiches vor externen Feinden geschützt werden sollte. Dieses wesentlich durch Forschungen des 19. Jahrhunderts geprägte Bild einer römischen „Militärgrenze“ findet sich in Schulbüchern, Museen und Universitätscurricula und prägt bis heute unsere Vorstellung von Grenzen. Angesichts neuerer Forschungen ist allerdings durchaus fraglich, ob römische Grenzen je derartig konzipiert waren oder trennende Funktionen innehatten. Anhand verschiedener Fallbeispiele lassen sich alternative Modelle entwickeln, die zu einem Überdenken unseres heutigen Verständnisses von Grenzen anregen können und sollten.

14. Dezember 2017, HS 91 (L03|01, Campus Lichtwiese), 18:15 Uhr